Am Dienstag letzer Woche bin ich in meine Wohnung gekommen. Nach der Arbeit packen und das Hotelzimmer in Windeseile verlassen. Mit 45kg auf den Straßen von Kampala nachts unterwegs zu sein ist nicht empfehlenswert, Hendrik und ich habens dann doch noch bis zum richtigen Sammeltaxi geschafft und sind nach Kisasi, einem Stadtteil von Kampala gefahren, Fahrzeit so 30 min.
Dort hat noch ein Exfreiwilliger mit seinen Kollegen in einer Bar ein bischen gefeiert und wir haben uns dazu gesellt und sind bald zusammen mit ihm im Auto von seiner Organisation zu unsrer Wohnung gefahren. Die Straßen dorthin sind nicht asphaltiert und haben riesige Schlaglöcher und Wasserrinnen.
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von außen |
Miriam, Martin, Hendrik und ich sind jetzt in zu viert in der Wohnung. Gleich mal ins Bettgefallen. Ich war die ersten Tage ziemlich fertig, aber jetzt bin ich fit.Arbeiten tue ich von zuhause aus und desshalb bin ich auch nicht viel unterwegs.
Am Abend bin ich dann runter nach Kisasi an die Straße mit dem Fahrrad, ohne Federung auf den Wegen ist das anspruchsvoll, aber wem Mountainbiken gefällt macht das auch Spaß. In Kisasi bin ich dann mit Hendrik im Supermarkt einkaufen gegangen. Wasser kauft man in 5l Kannistern und die Hochzuschleppen war nicht so lustig... Blöderweise wussten wir beide nicht den Weg und haben uns dann im schon dunklen verirrt. Hier gibt es keine Hausnummern und Straßennamen, so konnten wir uns nicht durchfragen weil wir nicht wussten wo wir hinwollten. Wir haben uns gedacht: Wir dummen klischeehaften Mzungus! Ein Bodafahrer der unsere Vorgänger kannte hat uns dann gerettet :). Mittlerweile kenne ich den aber Weg zu unserem Haus und ich fühl mich hier wohl :).
Beim Kochen war dann Stromausfall sodass die Nudeln leider ein "bischen" zu viel Pfeffer bekamen. Stromausfall gibt es alle paar Tage, letzen Freitag sogar für 8h...
Arbeit:
Meine Organisation, Tafmod, ist noch sehr jung und hat auch nur zwei Mitarbeiter. Ihr Ziel ist es, das mehr Menschen in Kampala das Fahrrad nutzen. So organisieren wir den Car-free-day Kampala und weitere Projekte. Tafmod arbeitet viel mit anderen Organisationen zusammen, bei den Meetings bin ich natürlich dabei, welche sehr interessant sind.
Wohnung:
Sie liegt 15 min von der nächsten größeren Straße entfernt. Sie ist Teil eines sogenannten Compounds. Ein paar Wohnungen liegen nebeneinander wie Reihenhäuser und haben außenrum eine Mauer mit Wachmann. Alle Türen und Tore haben dicke Riegel und Schlösser. Ein bischen merkwürdig, aber man fühlt sich sicher.
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Wohnzimmer und Gästezimmer |
Alle paar Tage gibt es einen starken Regen, danach sind die Wege zwar aufgeweicht, aber die Luft vom Staub gereinigt.
Übers WE ist Leon uns besuchen gekommen. Martin und ich waren mit den Kindern von hier Fußball auf einer "Wiese" spielen, die sehr sehr viele Löcher und Unebenheiten hatte. Das Kicken war ein dem Ballhinterherlaufen und aufpassen das man nicht stolpert :) Hat aber schon Spaß gemacht.

Als wir zurück waren haben wir festgestellt das kein Wasser mehr aus den Leitungen kommt. Wir haben eigentlich einen großen Wassertank der zwischenspeichert, da mit bei "kurzen" Ausfällen von ein paar Stunden, die täglich vorkommen, trotzdem das Wasser läuft. Aber der war leer und so hatten wir keine Klospülung, Dusche, (Kleider)Waschmöglichkeit... Trinkwasser war kein Problem da wir immer nur abegepacktes Wasser trinken. Am Montag und Dienstag bin ich dann von Wasseramt zu Betreiberfirma gefahren und hab nachgeforscht und Rechnungen bezahlt. Mittlerweile läuft es wieder, woran es lag weiß ich aber bis jetzt noch nicht.
Mein Auslandsjahr in Uganda läuft über das sogenannte weltwärts-Programm des Entwicklungsministeriums. Sie leisten auch den Großteil der Finanzierung. Den anderen Teil soll der Freiwillige durch Spenden auftreiben. Deshalb würde ich mich auch über kleine Beiträge sehr freuen. Schaut einfach eimal auf meine Blogseite Unterstützung
Vielen Dank, ich werde das Jahr über, euch hier an meinen Erfahrungen teihaben lassen :)
Viele Grüße
Tilman